NIGROCK 2018 – BRAND live – ein Festival-Bericht

Samstag, der 26.05.2018 – wir, BRAND, schreiben (wieder einmal) Geschichte.

BRAND das erste Mal beim NIGROCK Festival. Obwohl das NIGROCK bereits seit 23 Jahren stattfindet, und damals länger existiert als unser Jüngster E-Gitarrenrocker Vinyl.

Okay – wir haben eine GIG Zusage, und mit Jörg, einem der Mitorganisatoren geklärt, wir spielen lieber samstags – im ernst unsere teuren Instrumente, usw. finanzieren sich nicht von selbst und von der Auftrittsgage kann man (noch) nicht leben. Aber wenn interessiert die Gage, wenn es Spritgeld, essen – und ganz wichtig – eine Kiste Bier pro Band gibt. Richtig, es ist gar nicht so wichtig. Beim NIG Rock bekommst Du dafür nämlich 

  • unendlich viel motiviertes Personal
  • ein fantastisches Bühnenarsenal
    • Licht, mit LightJockey
    • Sound, mit Tontechniker
    • eine richtig fette Bühne
  • viele Aufbauhelfer – eine tolle Crew
  • einen tollen Backstagebereich
  • mit Essen und Trinken (wichtig – Bier – aber auch leichtere Getränke.
  • ein tolles Festival Open Air Gelände (diesmal mit fantastischen Wetter)
  • Gratis – Fotos, PR, etc.

Natürlich gibt es auch auf kleineren Festivals Headliner. Wir hatten sogar eine super Skar-Band aus Italien auf der Bühne. Hammer, was die Jungs da auf sich nehmen, und wie viel Spaß sie dann noch auf der Bühne in Bad Bederkesa.

Den Bands die ihre eigenen Songs präsentieren geht es in der Regel auch nicht ums Geld. Wir l(i)eben Live-Musik und Festivals. Mukke machen, draußen, Leute kennen lernen und zusammen mit dem Publikum und anderen Bands den Abend feiern. So oft es geht, bei durch die Bank weg nur Geiler Mucke – zieht es uns immer wieder auch vor die Bühne und wir Jubeln und Feiern die Performance der anderen Jungs (und Ladys).

Also spulen wir zurück. 3 Jahre lang haben wir uns beworben bis das NIGROCK Team unser Flehen erhört hat. Wir wollen spielen! – und wir dürfen spielen. Nicht ganz den „Opener“ aber als zweite Band am Samstag, gut um 16.40 Uhr bzw. 16.30 Uhr ist nicht die Hölle los, aber was soll‘s, ob vor 5 oder 500 – als motivierte Band gibt man immer alles, und am Ende waren doch bestimmt 100 Leute auf dem Rasen verteilt (wir zählen jetzt mal Personal, andere Bands usw. mit dazu, damit es auch nach etwas klingt. Aber auch die eben genannten haben letztlich Applaudiert und wer viel spielt wird immer besser, und wir sind uns sicher auch diesmal wieder ein paar neue Publikumsherzen und sogar spürbare Facebook like‘s erspielt zu haben. Eye auch ich mag Facebook nicht wirklich, aber als Band brauchst Du gewisse Mediakanäle um deinen Einfluss – deine Bekanntheit zu steigern, auch wenn jetzt mehr über Instagram abgeht, wie ich lernen musste. Dazu später mehr.

Wie sieht also so ein Konzert-Samstag für die Band BRAND aus?

Nun wir verabschieden uns von unseren Liebsten „Wir kommen bald wieder – und stellen kein Dummes Zeug an.“ Im ernst wir doch nicht, obwohl ein bisschen Punk steckt doch noch in uns allen. Die jüngeren in der Band planen sogar noch weiter zu ziehen, in Discos und wohin sonst so.

Die meisten anderen entscheiden schon vorher: „Wir feiern das NIG Rock-Festival richtig!“ – wobei dazu später mehr.

Wie kommen wir nach Bad Bederkesa, können trotzdem anständig „angeheitert“ die anderen Bands Supporten und trotzdem Gesetzeskonform wieder nach Hause kommen. In Bad Bederkesa scheinbar eine unlösbare Aufgabe.

Wir kommen – in der Regel aus Bremerhaven oder den direkt anliegenden Umland Niedersachsens. Bad Bederkesa ist nun wirklich nicht weit entfernt – zwischen 20 und 30 Minuten für den ein oder anderen mit dem PKW.

Wir proben zweimal die Woche vor jedem Gig. Seit Jahr und Tag – ganz zum leitwesen der Menschen die gerne mehr Zeit mit uns verbringen würden … Aber hey – bekomm mal alles unter eine Decke, schwierig. Frauen können gewiss schon mal eifersüchtig auf ein Musikinstrument werden. Anders herum weiß die Gitarre das ich immer zärtlich zu ihr sein werde (*Zack* – und schon wieder eine Seite gerissen … – ups).

Wir brüllen bei den Proben kurz vor dem „live“ Auftritt nicht mehr so laut ins Mikrofon um unsere Stimmbänder zu schonen. Einen Tag Pause braucht man immer vor dem nächsten Gig damit wir nicht noch heiser sind. Nun könnte ein Gesangslehrer sagen, Singen kommt nicht von Laut, das kann man über die PA/Mischer regeln, aber wir spielen immer noch deutschen Punk-/Deutschrock – also ein wenig Laut – klingen statt singen, gehört doch auch dazu.

In diesem Fall spielen wir Samstag, also vorletzte Probe spielen wir zweimal unser Set durch, bzw. übern extra die neuen Songs. Die alten Songs sitzen ja bereits, aber dennoch spielt man immer das ganze Ding nochmal durch, damit sich die Live Routine einsetzt und nicht jeder auf der Bühne das Fragezeichen auf der Stirn trägt – wie „Was spielen wir eigentlich als nächstes?“.

Dann spielen wir nochmal das Set und dann packen wir die Instrumente ein. Im Falle des NIGROCK – ist das Festival komplett durchorganisiert. Die haben sogar einen Techrider abgefragt, den wir sogar haben. Nun dennoch habe auch ich diesen erst nach einer erneuten Aufforderung via E-Mail übersandt. Ich denke für einen Bühnensoundtechniker ist das ein Alptraum das ständige Nachhacken. Wie spielt ihr, was braucht ihr, man fragt und bekommt kein Feedback – liebe Bands das ist doch *kac…e*. Die Jungs geben sich Mühe und wollen auch nur ihren Job machen – und was tun wir – die wichtigsten Live-Musiker-Halbstars? Wir ignorieren sie – das ist Quatsch. Wir sind keine Stars auch nur Menschen – wir machen alle unseren Job, und das heißt als Live Performance Künstler Musik machen, auf der Bühne, dafür brauchen wir auch einen fetten Sound. Nun gut wir waren ja selbst nicht vorbildlich, aber Jesko hat uns gelobt. Wir wären mindestens eine der wenigen Bands die überhaupt auf seine Nachfrage reagiert haben. Tatsächlich hat Jörg, einer der Mitorganisatoren nochmal angerufen und gefragt ob wir Jesko E-Mail bekommen haben. Nun Jesko hat eine Google Umfrage erstellt, in der die Anzahl der benötigten Mikrofone abgefragt wurden usw. Darin stand auch deutlich, das Schlagzeug wird vom NIGROCK Team gestellt, nur die Becken und Schlagzeugzubehör soll und kann gerne mitgebracht werden. Das ganze Schlagzeug auf und umbauen geht bei 15-Minütigen Umbaupausen eh nicht.

Im Grunde wurde wirklich alles gestellt. Ich habe z.B. einfach meine Gitarre und meinen Marschall JVM 410 AMP mitgebracht, anschließen an die vorhandene Laney Box und der Sound war Fett. Christian unser Bassmann hat einfach den vorhandenen Bühnen-AMP genommen. Ein eigener AMP auf der Bühne ist auch gleichzeitig ein eigener Monitor mit tollen Sound. Ich mag, diese klassische Röhrentechnik – nein ich liebe den Röhrensound einfach. Klar geht auch alles aus der elektrischen Retorte, aber ich glaube das sind nicht wir. Mittlerweile klingen wir auch mit billigen Equipment ganz passabel. Es ist ja so, wenn man „Beginner“ ist, denkt man immer, wir klingen doof, weil das Equipment nicht perfekt ist. Tatsächlich hat man wohl einfach den Akkord nicht richtig gegriffen, sich auch mal verspielt etc. diese Dinge kann Equipment eh nicht für einen lösen. Die Lösung lautet: immer weiterspielen, üben und machen – ihr werdet besser, habt etwas Geduld und hört nie auf zu spielen. Ach ja, die Gitarre mit nach Hause nehmen (oder einfach die heimische Zweitgitarre nutzen) und dann damit auch mal üben soll überhaupt nicht schädlich sein. Klingt wie Hausaufgaben? Sind es ja auch, jeder gute Musiker sollte seine Hausaufgaben machen. Klar wenn ihr 40 Gigs im Jahr habt, braucht ihr nicht mehr so viel Übung, aber er von uns hat das schon – bzw. will das schon? Also wenn die Bezahlung stimmt, ach ja das Thema hatten wir schon – die Stimmt aber nicht, gar nicht – und das dauert gewiss ewig bis sich das ändert, wenn überhaupt – und das gilt ja auch nur für die wenigen Bands von uns die den Sprung zum Groß werden geschafft haben – tja – wir haben es (noch) nicht – aber wir spielen einfach solange weiter – bis wir es geschafft haben und dann reden wir über 20/30/40/50 Gigs im Jahr – für Geld macht man doch fast alles – und seine Lieder spielen – macht der Musiker doch eigentlich sogar gerne – dafür dann noch bezahlt werden ist schon ein Traum – doch der Engel auf meiner Schulter sagt, wach auf es bleibt ein Traum und der Teufel sagt – komm schon träum weiter – trink noch ein paar Bier, das wird schon.

Die Mischung machst (ach ja – mein Lebenselixier lautet auf Konzerten und danach nur Bier keine Mischung – dann erlebst Du auch den Abbau-Tag – bzw. dem Tag danach.

So wo waren wir? Richtig – die letzte Probe vor der Show!

Okay – ich schreib meines Lieblings–Profi/-Hobby Fotografen – Dirk Neujahr – an. Hey wir haben einen GIG beim NIGROCK, brauchst du noch eine Karte. „er Zitat: Hey habe einen Presseausweis, bin eh da zum Fotos machen – Geil denk ich. Gibt am Ende wieder umsonst PR mit geilen Fotos, wobei wir nicht versäumen werden den Dirk dafür zu loben. Aber auch Sara – sollten wir lobend erwähnen. Das NIG Rock-Team hat nämlich eigene Fotografen die Bilder von den Bands und ihrer Show machen und diesen eh gratis zur Verfügung stellen, das ist nicht üblich –aber total Edel das Ganze. Als Band solltet ihr eh darauf achten immer nach so einen Abend etwas pressetaugliches Material zu ergattern und dieses dann auch zu verwerten.

Okay es gibt also Bilder und der GIG steht. Equipment ist geklärt wir brauchen gar nicht so viel. Jeder nimmt sein Mobiles Instrument auf die Schultern, ein paar Notfall Mikrofone (eines für Gesang, eines zur AMP-Abnahme, ein paar Kabel) – was wenn die Organisatoren an etwas nicht gedacht haben? – Kommt immer wieder vor –aber nicht beim NIGROCK2018 – die hatten einfach alles da, es hat alles geklappt und alles funktioniert. Gott sei Dank hat Vinyl, unser Jungstar und Sologitarrist daran gedacht für sich eine Ersatzgitarre mitzunehmen, falls er wieder eine Gitarrenseite Schreddern würde. (Nur zur Info ihm ist glaube ich noch nie beim GIG eine Seite gerissen, aber mir bei jeden zweiten GIG. Dnd dennoch denkt er an die Ersatzgitarre ich aber nicht). Er stimmt seine zweite Gitarrenlady auch noch durch – ich habe sie auch tatsächlich diesmal wieder gebraucht, so ein Mist – wir sollten etwas sanfter spielen – korrigiere – ich sollte mit den Gitarren (weiblich) in Zukunft sanfter umgehe – und selbst an eine Ersatzgitarre denken (obwohl das ist Quatsch, irgendwie ist es „entspannter“ sich auf Tim zu verlassen – aber das wird er von mir – NIE – erfahren!)

Wo waren wir: Bei der Anreise!

Also jeder Musiker nimmt alles was er mithaben will für sich selbst in die Hand und jeder Bandmusiker nimmt seinen Kram bereits am Donnerstag mit nach Hause, und wir klären ab, jeder sieht zu wie er hinkommt. In der Regel hat doch immer der Schlagzeuger den Mist an den Hacken, er muss am meisten schleppen/transportieren, also fährt er eh mit dem eigenen PKW – wer ist eigentlich für den unbezahlbaren Bandbus? – ach ja richtig nicht unsere Bandfrauen, die wollen ja lieber in den Urlaub – dabei ist ein Live-GIG schon so etwas wie – Männerurlaub – halt. Okay also hat Thommy keinen Platz mehr frei, sein Beifahrerplatz wird von einem Becken, oder so was belegt. Aber bei mir passen noch Christian und Buko ins Auto – Peter und Tim fahren mit ihrem Wagen. 3 Autos für ein Konzert – eigentlich ziemlicher Mist, wenn mal wieder keiner fahren will – aber hey das Musikbuissness ist kein Ponyhof, sondern knall harte (auch wenn es Spaß macht) Arbeit!

Wir haben mit Jörg geklärt, das die Opener, eine Sambatruppe – akustisch vor der Bühne spielt. Wir brauchen also als zweite Band keine Umbaupause und können deshalb 5 Minuten länger spielen/eher anfangen. Das nehmen wir doch gerne mit, obwohl mir ein schrecklicher Fehler unterlaufen ist, für den mich einige Bandkollegen ewig aus tiefsten Herzen hassen werden, ich habe auf einige wertvolle Minuten unserer Spielzeit verzichtet – leider. Aber das war kein Organisationsfehler, sondern eine personalisierte Kisi-Fehlentscheidung. – Ich wollte sagen: Wenn wir schon kurz nach 14.00 Uhr da sind, dann gibt es einen vorgezogenen Soundcheck und wir können direkt nach der Sambatruppe eher anfangen zu spielen.

 

PART 2:

Also endet unser Familiensamstag (mal wieder) für einen GIG um 13.00 Uhr. Dann hole ich Christian ab, dann Buko und nach einer halben Weltreise parken wir mit dem Punkmobil am Internatsgymnasium in Bad Bederkesa. Auf dem Mädchenrasen warten die Buden sowie die ganz wunderbare Bühne auf uns. Peter und Tim sind bereits da und helfen Thomas beim ausladen. Läuft alle sind pünktlich – Mist – nur ich war wieder 5 Minuten zu spät. Aber um 14.45 Uhr stehen unsere Instrumente auf der Bühne. Ein kurzes aber herzliches Willkommen, von ein paar total fertigen, umnachteten NIG-Schülern (sie haben die ganze Nacht auf die Bühne und Equipment aufgepasst – das Festival startete bereits Freitag und ging bis Samstag in die früh um kurz nach 1 – danach kam die – wir passen auf die Bühne auf Party bis … nun ja eigentlich bis jetzt – ca. eine Stunde schlaf hatten einige der Jungs. Egal – mich begrüßt ein „Kim“ – nice er hat einen Doppelnamen – er ist weit jünger als meiner einer, aber voll cool drauf. Kurze Frage: Wohin mit dem Equipment, eine kurze Antwort und wenig später holen sie die Laney Gitarren Box auf die Bühne – und auch Marco der Soundtechniker ist da. Jetzt lerne ich Jesko kennen, mit den Worten hier habt zumindest als einige der wenigen Bands den Techrider ausgefüllt (aber das sagte ich ja vorhin schon). Alter Schwede, dann ging es zack, zack. Hier ist der Backstage Bereich. Ein Junge, Elouan, stellt sich vor, er wäre unser Technischer Ansprechpartner – er war in der siebten Klasse des Gymnasiums – aber fleißig und motiviert. Die NIGROCK AG – muss einfach Spaß machen. Im Backstage Bereich, ein paar super Mädels, die kümmern sich um Essen und Trinken, und geben uns eine kurze Einweisung. Aber dann ist das Schlagzeug fertig und „Marco“ ruft zum Soundcheck. Okay – dann geht’s los. Gitarre ein paar Akkorde gespielt – geht dein AMP auch auf der Bühne lauter? Das was bei ihm ankommt wäre zu leise. Ich sage klar, Regel kurz nach und passt. Wir haben es, nächster. Marco fordert den nächsten Gitarristen auf. Thomas schraubt weiter am Schlagzeug. Peter hängt inzwischen unser Band-Banner auf – wichtig für Werbung usw. – also lasst euch so ein Logo anfertigen und platziert das auf einem ganz großen faltbaren Hintergrund. Diesmal haben wir unser Werbe-Maskottchen nicht vergessen. Christian spielt mittlerweile den Bass an. Gut bei Buko gab es kurz ein Fehler beim Anschluss seines Effektgeräts, aber das war ein Bühnen XLR Kabel, welches die fleißigen Soundtechniker mal eben tauschten – Problem gelöst. Marco fordert Thomas auf das Schlagzeug einzuspielen und die Overheads Mikros anders zu platzieren. Total klasse übrigens. Marco weiß was er tut und hat eine Stimme wie Howard Karpendel – bestimmt sagt er was wir tun sollen, und er hat ein paar Tage Erfahrung auf dem Buckel das merkt man. Kurz um, die machen ihren Job wirklich gut. Der Sound steht – spielen wir ein Probestück. Marco justiert während des Spielens kurz nach. Passt. Hier und da bitten wir noch um eine Monitor Veränderung auf der Bühne. Der eine will sich hören, der andere den anderen lauter usw. das übliche halt. dann wechseln wir noch eben Peter und Thomas am Schlagzeug. Bei in Spiriti (einen Song von uns) singt Thomas und Peter spielt dann für ihn Schlagzeug. Hier muss dann ein Micro lauter gedreht werden usw. Es ist wichtig so etwas vorher anzusprechen (wenn die Zeit dafür übrig ist) um die Tontechniker nicht spontan während der Show damit zu überfallen. Ihr müsst bedenken. Man kennt sich nicht – versucht sich in 10 Minuten aufeinander einzustellen und der Soundtechniker muss sofort eine Vorstellung davon bekommen welchen Sound die Band vermutlich auf die Bühne bringen will und dann noch versuchen muss das umzusetzen.

Lied zwei wurde gespielt, der Soundcheck steht, das war’s. ab und an bringen wir auch ein paar Schnulzen (Balladen) mit akustischen Gitarren mit – das hatten wir aber diesmal nicht – ansonsten hätten wir noch einen dritten Song anspielen müssen.

Okay wieder von der Bühne runter, Backstage. Nun gibt es die „Bandausweise“ für den Abend um in diesen Bereich zu kommen. Wir haben noch 30 Minuten bis die Sambagruppe den Abend eröffnen sollen um 16.00 Uhr. Da diese vor der Bühne stehen und spielen werden, und nicht mit Mikrofonen abgenommen werden brauchen, gibt es also keine Umbaupause und wir dürfen 10 Minuten eher anfangen zu spielen, haben dadurch quasi aber zusätzlich zehn Minuten mehr Spielzeit, was wichtig ist. Leider steht auf den Eventflyern noch 16.40 und nicht 16.30 Uhr, aber wer wollen jetzt mal die Kirche im Dorf lassen. Ist ja ein Agreement auf das wir gerne eingegangen sind.

Jedenfalls sind Hände geschüttelt, und es wurde sich begrüßt und viel Glück gewünscht und nun gab es auch das erste? Bier aus der Bandkiste für uns 6. Es ist ja so das man nicht zu viel trinken sollte, aber ein Bier nimmt die Nervosität vor einem Auftritt doch ein wenig, zumindest hat man das Gefühl lockerer zu werden. Fakt ist. Bei 1-3 Bier kann ich noch ganz gut spielen, alles was danach kommt, da meint man nur noch gut spielen zu können, ist aber nicht so, die Reaktion lässt nach und ihr werdet schlechter, ihr bekommt es selbst nur nicht mehr mit.

Jede Band bekommt eine Kiste Bier zugewiesen. Die Kisten werden in das Zelt für die Bands getragen was hinter der Absperrung und Bühne aufgebaut wurde. Dort steht auch Essen, selbstgebackener Kuchen – die haben auch (noch kalten) Chili und belegte Brötchen – und das NIGROCK hat fast 30 Grad Sonne. Bestes Wetter.

Jede Bierkiste ist mit einem wunderbaren Klebeband und mit fetter Schrift den jeweiligen Bandnamen dekoriert. Jede Band darf nur sein Bier trinken. Ansonsten gibt es Kuddelmuddel, da einige Bands bekannter Weise mehr Durst haben als andere Bands. Dazu kommt einige Bands sind Singer Songwriter und stehen quasi alleine auf der Bühne – dann ist eine Kiste schon eine echte Herausforderung. Wenn ihr aber mit sechs Burschen in einer Band spielt die alle Punk lieben und bei 30 Grad durstig sind, ist eine Kiste quasi nichts – aber das ist dennoch Fair, weil so waren die Bedingungen und die sind gut. Pro Band eine Kiste, und es gibt ja auch nette Bands die teilen, oder verlassen frühzeitig den Festivalrasen und dann gibt es Bands die opfern sich auf, damit das Pfandgeld auch frühzeitig wieder einlösbar ist.

So ein Bier später genießen wir die gute Show von ca. 30 bis 40 motivierten Sambaschlagzeuger(innen) und ihrem Motivator, der das Publikum (um 16.00 Uhr sind nicht wirklich viele da) zum Klatschen und Brüllen motiviert. Wir schauen uns das 20 Minuten an, dann ab nach hinten. Umziehen, das Bühnenoutfit – es ist wie eine Superheldenverkleidung, du musst COOL aussehen, wenn du da oben stehst, diese Verkleidung gibt dir Selbstbewusstsein, und du kannst sie in Ruhe durchschwitzen und nach dem Gig wieder was Trockenes zum Anziehen – nur zu empfehlen – ihr bewegt euch, und da oben sind Lampen mit so viel Watt-Wärme-Leistung, es wird heiß!

Nun rauf geht es. 16.30 Uhr, aber halt, wir gehen nicht rauf wenn unsere Vorband noch spielt. Also warten wir, ein paar Minuten überziehen passiert in den besten Bandfamilien. Den Musikern macht es Spaß und sie wollen einfach nicht aufhören, aber bitte denkt auch immer an die Organisatoren die sich an einen strickten Zeitplan halten wollen. Es klebt ein Zettel am Bühnenaufgang, der mit jetzt erst bewusstwird. Nicht überziehen, sonst stellt der Soundtechniker den Ton ab. (Aber nicht bei einer Akustik-Kombo wie den Samba-Lady‘s – keine PA zum Abstellen.

Gut nun aber rauf. Wir beginnen zu spielen. Es sind immer noch nicht viele da, aber einige sind doch für uns gekommen, und 16.40 Uhr werden es sogar noch mehr (einige beschwerten sich bei mir, hey da steht 16.40 Uhr auf dem Zettel, warum seid ihr denn schon eher angefangen? Ja so ist das, 1. Es kommt anders und 2. Als man denkt.

Los geht’s – Rock N‘ Roll! Der Rest ist Geschichte. Aber noch sind wir nicht zu Ende mit der Geschichte, ich will euch noch von dem Rest vom Abend berichten, und von dem Toten Fuchs, von einigen Kisten Bier und von der Tragödie wie man aus Bad Bederkesa nach Hause kommt, wenn keiner mehr Fahren kann/darf/will!

P.S.: an Dirk Neujahr hier ein fettes Dankeschön für seine Fotos und das tolle Video, aber auch an Sara geht ein dickes Lob raus, ebenfalls tolle Bilder. Danke an Euch Zwei – hoffentlich bis zum nächsten Mal (Nächstjahr?)!

Tob e Continue ….

 

 

 

 

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